Lichtenberg 47 läutet nach Landespokalpause in Neustrelitz den Endspurt ein
Datum: 28.03.2025Auf geht’s zum Endspurt! Nach der Länderspielpause – für Lichtenberg 47 eher eine Landespokalpause – greifen die Jungs aus dem Zoschke an diesem Wochenende wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Am Sonntag gilt es für die Truppe von Rudy Raab und Nils Kohlschmidt bei der TSG Neustrelitz zu bestehen. Anstoß im Parkstadion ist um 13.30 Uhr. Und natürlich will Lichtenberg 47 am 22. Spieltag die Tabellenführung vor Verfolger BFC Preussen weiter behaupten.
Obwohl, Endspurt ist vielleicht das falsche Wort. Angesichts von zehn noch auszutragenden Partien, also rund einem Drittel der Spielzeit, ist der Vergleich mit einem Marathon wohl eher angebracht.
30 Punkte liegen also noch im Topf. Die will man am liebsten alle einsacken. Und daher gehen die 47er jetzt jede Partie wie ein Endspiel an, verriet Jeronimo Mattmüller im Interview mit dem 47er-Youtube-Kanal.
Auf Raabs 47er wartet ein schwerer Gang
„Das wird kein einfacher Gang. Die stehen kompakt und legen kämpferisch immer alles in die Waagschale“, weiß Raab um die Schwere der Aufgabe. Zudem sind die Mecklenburger auf Wiedergutmachung nach dem vergangenen Wochenende aus. Da gab es ein enttäuschendes 1:4 im MV-Duell bei Anker Wismar. Motivation dürfte also reichlich vorhanden sein beim Tabellenzehnten.
Wie schwer es ist, die TSG zu knacken, musste Lichtenberg 47 schon beim 2:1 im Hinspiel erfahren. Die Gäste traten mit einem uralten Hausmittel an. Hinten alles dicht machen und vorne hilft der liebe Gott.
Trotz zeitweiliger Unterzahl nach 69 Minuten steckten die in Durchgang eins noch unterlegenen Gäste nie auf und kamen sogar noch zum Anschlusstreffer. Am Ende blieben die drei Punkte nach Toren von Kevin Owczarek und Paul Krüger mit mehr Mühe als gedacht dennoch im „Zoschke“.
Lichtenberg 47 muss Reisestrapazen abschütteln im Parkstadion
Dazu kommt eine unbequeme Anreise, die man auch nicht immer mühelos aus den Knochen schütteln kann. Rund 130 Kilometer gilt es hinter sich zu lassen, um am Spielort einzutreffen. Da gilt es sich früh auf die Socken zu machen.
Die Bilanz gegen die Mecklenburger, die in der Spielzeit 13/14 ja sogar mal am Tor zur 3. Liga angeklopft hatten und am Ende in der Relegation gegen die Bundesligareserve von Mainz 05 den Kürzeren zogen, ist erst in der jüngeren Vergangenheit positiv geworden. Gab es in den ersten Auseinandersetzungen ordentlich Haue, wendete sich das Blatt. Seit 2018 sind die 47er gegen die TSG ungeschlagen. Insgesamt stehen vier Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen in sieben Pflichtspielen zu Buche.
Lichtenberg 47 nahezu mit voller Kapelle
Immerhin stehen dem Trainerduo fast alle Akteure zur Verfügung. Passen müssen Mika Gabelmann, Florian Zorn und Maximilian Schmidt. Alle anderen sind heiß auf einen Einsatz. Ich hätte die Pause vom Kopf her nicht unbedingt gebraucht“, hatte Mattmüller ja auch eingeräumt.
Es gilt also voll fokussiert zu bleiben auf die jeweilige Aufgabe. Zuletzt gelang Lichtenberg 47 das recht gut, wenn man mal von der Auftaktniederlage des Jahres in Mahlsdorf (1:2) absieht. Dabei war es egal ob es sich um ein sogenanntes Highlightspiel wie das Derby bei Sparta (5:1) oder eine Pflichtaufgabe wie das 6:0 gegen den Rostocker FC handelte. Daher reist die Zuversicht am Sonntag mit im Handgepäck nach Norden.